* Vorgehen Schritt für Schritt

Step by Step Vorgehen bei der Implantat Operation (Einfacher Fall)

Eine Dokumentation, zusammengestellt mit unseren eigenen Fällen, Fotos und Texten

 

1. Allgemeine Informationen

Material : Titan
Optimale Bio-Verträglichkeit
Schraubenform
Erfahrungszeitraum klinisch mehr als 30 Jahre
Nötige Voraussetzungen (s.u.)

 

 


2. Abklärungen

Die einzige Möglichkeit zur Prüfung des Knochenangebotes ist die Herstellung eines Röntgenbildes.

Mit unserer "digitalen" Methode kann dieses ausgemessen werden.

 

 

Das Auswählen des geeigneten Implantates (Länge, Durchmesser).

Im Oberkiefer ist meist die Kieferhöhle ein begrenzender Faktor.

 

 

Das Herstellen eines Panorama Röntgens ist oft unumgänglich.

 

 

3. Risiko-Beurteilung für Implantat-Patienten

Risikofaktor Risikostufe:   low   medium   high 
1. Gesundheitszustand O O O
2. Raucher O O O
3. Zahnfleischzustand (Paradontose) O O O
4. Lokale Knochenanatomie O O O
5. Bruxismus (Knirschen) O O O
6. Hygiene, Mitarbeit (Recall) O O O
Gesamtbeurteilung O O O

 

Die Erfolgsaussichten einer Implantatbehandlung hängen sehr stark von diesen oben erwähnten Faktoren ab. Als absolute Voraussetzung fär den Erfolg mit Implantaten gilt das strikte Einhalten unseres Ihnen vorgeschlagenen Recall (d.h. Kontroll- und Hygiene) Programms !

Ich bestätige, oben Genanntes mit dem behandelnden Zahnarzt besprochen zu haben und bin mit der vorgeschlagenen Implantatbehandlung gemäss separater Kostenorientierung und Planung einverstanden:

Datum: ________________________     Unterschrift: ___________________

 

4. Modellherstellung

Wenn mehrere Zähne fehlen, kann zur Analyse ein Gipsmodell der Zähne hergestellt werden. Dort kann die Grösse der zukünftigen Zähne abgeschätzt werden. Von der Lage der Zähne wiederum hängt die Position der Implantate ab.

 

    

5. Röntgenschablonen

Zum übertragen dieser Situation wird auf dem Gipsmodell eine Kunststoff- Schablone hergestellt, mit welcher geröntgt werden kann.

 

 

Die Schablone kann auch während der Operation eingesetzt werden zur besseren Auffindung der Position der Implantate.

 

 

6. Abschirmung / Antibiotika

Als prophylaktische Massnahme wird für die Operation eine antibiotische Abschirmung vorgenommen.

Falls keine Allergie auf Penicillin besteht, wird mit dem abgebildeteten Produkt (Clamoxyl) gearbeitet.

 

 

1-3 Stunden vor dem Eingriff werden gleichzeitig 3 Tabletten und 6 Stunden nach dem Eingriff nochmals eine Tablette eingenommen.

 

 

7. Implantat Operationen

Da es sich um einen chirurgischen Eingriff am Knochen handelt, wird der Sterilität höchste Priorität eingeräumt.

Wichtige Orte im Zimmer werden mit sterilen Tüchern abgedeckt.

Der Patient wird ebenfalls mit einem Tuch abgedeckt, um mehr Sterilflächen zu erhalten.

Der Kopfbereich bleibt jedoch frei.

 

 


8. Schnittführung, Aufklappung

Das Zahnfleisch über der zu operierenden Stelle wird durchtrennt.

 

Darauf kann das Zahnfleisch vom Knochen abgelöst werden.

 

9. Präparation

Nach der Markierung der Implantatposition wird der Knochen mit verschiedenen Bohrern in aufsteigender Länge und Dicke präpariert.

 
 

 

10. Röntgenkontrolle

Während dem Eingriff kann mit Hilfe eines Röntgenbildes die Richtung und Länge des zukünftigen Implantates kontrolliert werden.

Je nach Befund können noch Korrekturen vorgenommen werden.

 

 

Im Oberkiefer wird die Lage der Kieferhöhle geprüft, im Unterkiefer der Verlauf des Nervus Mandibularis.

 

 

11. Vorbereitung

Das Implantat ist in einer sterilen Verpackung gelagert.

 
 

Dort kann es mit einem speziellen Instrument entnommen werden.

 

12. Einsetzen

Das schraubenförmige Implantat wird nun im Mund in den genau passenden Kanal eingedreht.

 

Dabei wird mit einem Drehmomentregler die Kraftausübung auf Implantat und Knochen genau kontrolliert.

 

 

 

13. Verschlussdeckel

Das frisch gesetzte Implantat hat ein Innengewinde auf welches eine Deckschraube aufgesetzt wird.

 

 

Das Zahnfleisch wird so angepasst oder ausgeschnitten, dass es wieder schön um die Implantate zu liegen kommt.

 

 

14. Nahtfixation

Die Fixation des Zahnfleisches um die Implantate erfolgt mit feinen Nähten.

 

 

Die Verschlussdeckel ragen aus dem Zahnfleisch heraus und dienen als Platzhalter während der Einheilung der Implantate.

 

 

15. Nahtentfernung

Nach einer Woche werden die Nähte entfernt.

 

Eventuell wird ein Kontrollröntgen angefertigt.

 

16. Zwischenkontrolle(n)

Je nach Fall dauert es zwischen 2 und 4 Monaten, bis das Implantat knöchern eingeheilt ist.

Während dieser Zeit wird eventuell eine Kontrollsitzung abgemacht.

 

 

Vielleicht wird auch ein Röntgenbild hergestellt (nicht in allen Fällen nötig).

 

 

17. Abdrucknahme

Nach erfolgreicher Einheilung kann das Implantat belastet werden und in diesem Fall mit der Herstellung der Krone begonnen werden.

Das Aufbauteil wird auf dem Implantat verankert.

 

 

Für die Abdrucknahme wird ein Kunststoffteil aufgesteckt.

 

 

Dieses Kunststoffteil bleibt im Abdruck haften und dient dem Techniker als übertragungshilfe bei der Modellherstellung.

 

 

Als Schutz wird währenddessen eine Kunststoffkappe auf das Aufbauteil aufgesetzt.

 

 

18. Einsetzen

Die fertige Krone auf dem Modell wird aus dem Labor geliefert und eingesetzt (in diesem Fall zementiert).

 
Als Kontrolle dient wiederum ein Röntgenbild.
 

 

Alle in der Rubrik "Behandlungen" geäusserten Aussagen beruhen auf Erfahrungen unserer Praxis, die zum Teil durch wissenschaftliche Studien gestützt werden. Wir behaupten nicht, dass unser Konzept der einzige gangbare Weg ist. Wir verfolgen das Ziel, für Sie als Patienten sowie für uns eine möglichst hohe Erfolgsquote zu erreichen.